Trocknen und Aushärten von Lacken

Eigentlich geschieht es von ganz allein. Jeder Ein- und Zweikomponentenlack aus der Spraydose, rausgesetzt beim 2K-Lackspray wurde der Härter vorschriftsmäßig mit dem Stammlack vermischt, wird auch ohne weiteres Zutun irgendwann trocken sein. Entweder die Lösemittel haben sich aus dem Einkomponentenlack verflüchtigt, oder die chemische Reaktion bei 2K Lacken hat stattgefunden. Beides führt zu den positiven
Eigenschaften von lackierten Flächen: Schutz, Glanz und eine hochwertige Optik. Trotz des unkomplizierten Trocknungsvorgangs, gibt es aber ein paar Dinge zu beachten, damit das Ergebnis sich sehen lassen kann.

2K trocknet anders als 1K

2K Lacke: Durch die zweite Komponente wird mit dem Stammlack eine chemische Reaktion ausgelöst, bei der sich der Stammlack mit dem Härter vernetzt. Auf diese Weise entstehen stark beanspruchbare Oberflächen mit den verschiedenen typischen Eigenschaften von 2K Lacken: Unter anderem Lösemittelresistenz, beste Haftung und intensiver Glanz. Bei Einkomponenten Acryl- u. NC Lacken findet eine physikalische Trocknung
durch Verdunsten der Lösemittel statt. Bei Kunstharzlacken spricht man von einer oxidativen Trocknung durch die Reaktion mit Sauerstoff, die in der Regel länger dauert als die physikalische Trocknung.

Trocknungsbedingungen

Bei allen Varianten kann die Trocknung durch Wärme beschleunigt werden. Aber damit es nicht zu so genannten „Auskochern“ kommt, darf die Temperatur nicht unmittelbar nach der Lackierung zu heiß sein. Diese kleinen, teilweise aufgeplatzten Bläschen entstehen beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung bei sommerlichen Temperaturen oder beim Einsatz eines Infrarotstrahlers, wenn die Ablüftzeit vor der Wärmetrocknung nicht eingehalten wurde. Die ideale Lufttemperatur beträgt 20°C – 25°C. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Luftfeuchtigkeit, die in einem Bereich von 45-60% relative Luftfeuchte liegen sollte.

Außerdem ist wichtig, dass die Umgebungsluft frei von Verunreinigungen ist. Staub, Pollenflug, kleine Insekten – für die winzigen Mikroteilchen der Luft, so scheint es, wirkt frischer Lack wie ein Magnet. Wenn möglich daher einen gut belüfteten, separaten Raum zum Lackieren nutzen oder die Filter der Lackierkabine in regelmäßigen Abständen warten. Ein weiterer Aspekt ist das Einhalten der Trocknungszeiten. Erst nach dem vollständigen Aushärten des Lackes sind alle gewünschten Eigenschaften vorhanden. Bei nicht komplett getrockneten Lacken kann die Haftung, Lösemittel- und Feuchtigkeitsresistenz noch nicht ausreichend vorhanden sein, auch wenn sich die Beschichtung trocken anfühlt. Es geht also nicht nur um den ärgerlichen Farbtupfer am Finger, geholt am vermeintlich trockenen Lack, sondern insbesondere um die Qualität der Lackierung. Bei der Profi-Lackierung geht es um Prozesskosten und schlussendlich um zufriedene Kunden.

Die Stadien der Trocknung :

  • Staubt rocken (in der Regel nach wenigen Minuten)
  • Grifffest (das Objekt kann bewegt werden, ohne dass darauf Fingerabdrücke hinterlassen werden)
  • Durchgetrocknet (kann je nach Temperatur mehrere Tage dauern)

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